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Arzneistoffe in alphabetischer Ordnung


Lateinische Bezeichnung Kürzel Deutsche Bezeichnung Geprüft durch:  Familie 
Senecio aureus

Senecio aureus wirkt lebertoxisch. Vergleiche Senecio fuchsii, für die Anwendung der Tinktur. 

Das Mittel wurde nur an Männern geprüft. Die Anwendung bei Erkrankungen des weiblichen Urogenitales entstammt der Eklektischen Schule.

senec. Sumpfkreuz 

HAB1 Vorschrift: 3a 

Verwendet wird die frische, blühende Pflanze ohne Wurzel

Small A. E. Prüfung mit der Tinktur U.S. Medical and Surgery Journal 1866/2 USM

Jones G. W Prüfung mit der Tinktur  1867 . HaM

Allen zitiert die Prüfungen von Small und Jones und führt 159 Symptome auf

Compositae
 
ALLGEMEINES 
Senecioarten beinhalten ergotinähnliche Substanzen. Das Mittel wurde interessanterweise nur an Männern geprüft, obwohl es in der Volksmedizin bei funktionellen Menstruationsstörungen pupertierender Mädchen oder klimakterischer Frauen gebraucht wurde, um die Periode zu regulieren. Es wirkt hauptsächlich auf den weiblichen Urogenitaltrakt, auf schleimbildende Drüsen der Vagina, der Nase, der Lunge sowie den lumbalen Rücken. 

Es ist häufig indiziert, wenn die Menstruation unterdrückt wurde und stattdessen Katarrhe auftreten. Die Patientin empfindet so, als ob die Menstruation einsetzen werde, aber stattdessen enwickelt sie Fluor oder eine Erkältung mit Schnupfen, Husten und lumbalen Rückenschmerzen. Zusätzlich stellt sich eine hämorrhagische Diathese ein. (Vergleiche hierzu: "Erfahrungen mit dem pflanzlichen Hämostiptikum Sencion" Untersuchung über die Wirksamkeit als Hämostipticum an 540 gynäkologischen Fällen.  Zschr. für Allgemeinmedizin 1974, S.152). Epistaxis. Hämopthysis, etc. Der Patient wird schwach, blass und nervös und wassersüchtig. 

MODALITAETEN 
Verschlimmert durch: 
Pupertät.Klimakterium. Sexuelle Erregung. Feuchtigkeit. In kalter Luft. Sitzen, muß umhergehen. (Mentale Unruhe) 

Gebessert durch: 
Während der Menstruation. 

GEMUET 
Niedergeschlagenheit wechselt ab mit Fröhlichkeit. Konzentrationsmangel. Unfähig, einen Gedanken zu verfolgen. Gefühl wie Heimweh. Weinerliche Reizbarkeit. 

KOPF 
Anfallsweise Schwindel. Wird als Welle empfunden, die sich vom Hinterhaupt zur Stirn erstreckt. Dabei Empfindung, als ob der Kopf nach vorne gezogen wird und man auf das Gesicht fällt. Scharfe einschießende Schmerzen auf der linken Gesichtshälfte in der Schläfe, in oberen Abschnitten des Auges und im Unterkiefer. Dumpfe Stirnkopfschmerzen, bevor die Sekretion während eines Schnupfens einsetzt. Kopfschmerzen gehen dem Auftreten des Fluors und der Blasensymptomatik voraus. 

AUGEN 
Scharfe einschießende Schmerzen im linken Auge, von innen nach außen. Tränenfluß an frischer Luft; juckend. Konjunktivitis durch unterdrückte Absonderungen. 

OHREN 
Juckreiz in der Eustachischen Tube. 

NASE 
Niesreiz mit Brennen der Nasenschleimhäute. Engegefühl in der Nase. Epistaxis während Schnupfen 

GESICHT 
Blässe. Anämischer Gesichtsausdruck. Zuckungen. 

MUND 
Zunge leicht belegt. Trockener, heißer Mund. Zahnfleisch und Zähne empfindlich. 

HALS/KEHLKOPF 
Trockenheit und Engeempfinden. Dauernder schmerzhafter Schluckreiz. 

ATMUNG 
Nächtlicher Reizhusten mit blutigem, schleimigem Auswurf, Hämopthysis durch unterdrückte Menses. Lockerer Husten mit viel schleimigem Auswurf. Der Katarrh beinträchtigt die Atmung. Phthisis durch unterdrückte Menstruation. 

MAGEN 
Abneigung gegen alle Speisen, insbesondere gegen Süßigkeiten und Kaffee, welche sie sonst sehr gerne ißt. Empfindung, als ob ein Ball aus dem Magen in den Kehlkopf aufsteigt. 

ABDOMEN 
Schmerzen um den Nabel erstrecken sich in alle Richtungen über das Abdomen, Zusammenkrümmen und Stuhlgang bessert. Darmkatarrh mit Gasbildung und Tenesmen der Därme. Wäßrig, mit festen Bestandteilen durchmischter Stuhl. 

NIEREN/HARNWEGE 
Hitzeempfinden am Blasenhals mit dauerndem Harndrang. Nephritis. Nierenkolik. Dysurie während Dysmenorrhoe. Hämaturie. Schleimiges Sediment. Heißer blutiger Urin. 

MAENNLICHE GENITALIEN 
Prostatahypertrophie, die Drüse fühlt sich hart und geschwollen an. Dumpfe starke Schmerzen des linken Samenstranges. Chronische Prostatitis. 

WEIBLICHE GENITALIEN 
Funkionelle Menstruationsstörungen heranwachsender Mädchen, mit Rückenschmerzen. Entweder treten die Menses zu früh ein und ist reichlich, oder sie verzögert sich und ist spärlich. Verzögerte Mens, mit den Begleitsymptomen: vermehrte Wassereinlagerung, Husten, Rückenschmerzen. Empfindung, als ob die Menses einsetzen werde. Profuse Menstruation alle drei Wochen, dauern acht oder neun Tage. Dabei schneidende Schmerzen im Sakrum, Hypogastrium und Leistenregion. Blass, schwach, nervös mit leichtem Husten, haupsächlich nachts; nach Abort. Anämisches Colorit, Wassereinlagerungen, Schwäche, Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit und Nervosität, dabei trockener Nachthusten, sind typische Begleitsymptome. Empfindung, als ob ein Ball vom Magen in den Rachen steigt. Unregelmäßige Mens bei verbrauchten Patienten. Durch Erkältung unterdrückte Menstruation. Schnupfen anstelle der Menstruation. 

NACKEN/RUECKEN 
Lumbale und sakrale Rückenschmerzen in Verbindung mit Menstruationsstörungen oder Nephritis. Scharfe, lanzinerende oder dumpfe Abbruchschmerzen. 

EXTREMITAETEN 
Umherziehende, rheumatische Glieder- und Gelenkschmerzen. Scharfe Stiche an den unterschiedlichsten Stellen. Ödeme. Kälte der Füße im Bett. Brüchige Nägel. 

HAUT 
Trockenheit. 

SCHLAF 
Schlaflosigkeit bei Frauen mit Menstruationsstörungen. Schlaflosigkeit in der Nacht, nervöse Schläfrigkeit am Tag. Viele,lebhafte, unangenehme Träume. Erotische Träume. Gute Erinnerung an die Träume. 

FIEBER/FROST/TEMPERATUR 
Empfindlich gegen frische kalte Luft. Erkältungsneigung. Frost vormittags, gefolgt von Hitze und Schweißen nachmittags. Frost gefolgt von Harndrang. 


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